08.05.2008 - Halstenbek: "Wir sind die Lobby für unsere Hunde"

08.05.2008, Abendblatt
Halstenbek Freunde und Besitzer der Vierbeiner wollen Vorurteile abbauen

"Wir sind die Lobby für unsere Hunde"
Als Verein wollen die Tierfreunde sich auch für die Aufhebung des Leinenzwangs und kostenlose Kot-Tüten einsetzen.

Von Rainer Burmeister

Halstenbek - Sie nennen sich Hundefreunde Halstenbek und wollen eine Lobby für ihre geliebten Vierbeiner sein.

Ann-Kristin Petzak und weitere zehn Mitstreiter haben einen Verein gegründet. "Wir setzen uns dafür ein, dass in Halstenbek und Umgebung die Belange der Hunde und ihrer Halter besser berücksichtigt werden", sagt Ann-Kristin Petzak, die zur Vorsitzenden gewählt wurde.

Auslöser der Vereinsgründung war vor allem die Sperrung des Erholungswaldgebiets zwischen dem Wasserwerk und der Heidkampstwiete für frei laufende Hunde.

Jahrelang konnten in dem eingezäunten Bereich die Vierbeiner herumtollen. Doch seit ein einigen Wochen weisen Schilder auf den Leinenzwang hin.

"Angeblich soll damit das Wild geschützt werden," sagt Ann-Kristin Petzak. Doch sei ihr in dem eingezäunten Areal noch nie ein Stück Wild begegnet.

"Wie sollen die Tiere da auch reinkommen, wenn alles eingezäunt ist?", fragt die Vereinschefin. Verhandlungen mit den Gemeindewerken, die Eigentümer der Fläche sind, wie auch mit der Gemeindeverwaltung führen bisher nicht zum Erfolg.

"Die sind aber alle sehr freundlich", lobt Petzak ihre Gesprächspartner.

Als Verein, für den sogar die Gemeinnützigkeit beantragt ist, hoffen die Hundefreunde nun auf eine bessere Verhandlungsposition. Ein Grobkonzept für eine Nutzung der Fläche haben sie entwickelt.

Doch es geht dem Verein auch darum, allgemeine Vorbehalte gegenüber Hunden und Hundebesitzern abzubauen.

"Schwarze Schafe gibt es auch unter den Hundehaltern, doch wir wehren uns gegen pauschale Verurteilungen", sagt Ann-Kristin Petzak.

So bemühen sich die Hundefreunde, Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. "Hilfreich wäre es, wenn die Gemeinde kostenlos Tüten zur Aufnahme der Haufen anbieten würde", sagt die Vorsitzende.

Von den Dog-Stations, die meistens demoliert würden, halten die Hundefreunde nichts.

Wer mehr über die Hundefreunde wissen möchte, kann sich an die Vereinschefin unter Telefon 04101/425 94 wenden.

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