01.05.2008 - 2007 fast 23 000 Terror-Tote

01.05.2008, MOPO
2007 fast 23 000 Terror-Tote

Washington - Immer mehr Menschen kommen weltweit durch Terroranschläge ums Leben. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des US-Außenministeriums hervor. Danach ist 2007 die Zahl der Getöteten im Vergleich zum Vorjahr um fast 2000 auf 22 600 gestiegen.

Dem Iran werfen die USA vor, weltweit der «aktivste Staat» geblieben zu sein, «der den Terrorismus unterstützt». Die größte Bedrohung geht dem Bericht zufolge weiterhin von der Terror- Organisation El Kaida aus. Sie allein hat demnach im vergangenen Jahr 5400 Zivilisten getötet oder verwundet, unter ihnen 2400 Kinder.

Zum Iran heißt es in dem Bericht, die Revolutionären Islamischen Garden des Landes seien an der Planung terroristischer Anschläge beteiligt und unterstützten verschiedene Terrororganisationen in der Region wie etwa Hamas und Hisbollah.

Neben dem Iran setzten die USA auch erneut Syrien, den Sudan, Nordkorea und Kuba auf die Liste der Staaten, die Terrorismus unterstützen.

Allein im Irak seien rund 13 600 Menschen durch Terroranschläge ums Leben gekommen, rund 60 Prozent der weltweiten Opfer.

Die Zahl der Terroranschläge im Irak lag dem Bericht zufolge bei etwa 6200. In Afghanistan verschärfte sich die Lage. Dort seien im vergangenen Jahr rund 1 200 Terroranschläge registriert worden, 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dabei seien rund 4600 Menschen durch Terroristen getötet, verletzt oder entführt worden. Treibende Kraft hinter der Gewalt seien die Taliban. Insgesamt ging die Zahl der Anschläge laut Ministerium 2007 im Vergleich zum Vorjahr zurück, aber nur unerheblich: von 14 570 auf etwa 14 500.

Zur El Kaida heißt es, sie und die mit ihr verbundenen Netzwerke «stellten 2007 weiterhin die größte Bedrohung für die USA und ihre Partner dar».

Ihr Ziel sei es, in den Besitz von Massenvernichtungswaffen zu gelangen. El Kaida sei es gelungen, getötete oder gefangene Kämpfer auf mittlerer Führungsebene zu ersetzen und die «zentrale Kontrolle» ihrer Führungselite Osama bin Laden und Eiman al-Sawahiri wiederherzustellen.

Zwar sei es den Terroristen weltweit nicht gelungen, im vergangenen Jahr derart raffinierte und tödliche Anschläge wie am 11. September 2001 auszuführen.

Dennoch habe die Organisation es geschafft, ihre Strukturen wiederherzustellen, vor allem da El Kaida die Stammesgebiete an der pakistanisch-afghanischen Grenze als Zufluchtsort habe nutzen können.

Zur Führungsstruktur heißt es: «Obwohl Bin Laden weiterhin der ideologische Kopf blieb, stieg Al-Sawahiri zum strategischen und operationellen Planer auf.»

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