26.03.2008 - Gerichtsurteil: Rasseliste der Hundeverordnung 2000 ist "null und nichtig"!

Wie autokratische Hamburger Politiker und Behördenmitarbeiter Demokratie und Rechtsstaat missbrauchen, um ihr rassistisches Gedankengut über Hunde in unserer Gesellschaft zu etablieren.

In nur 48 Stunden wurde im Jahr 2000 von der Hamburger Bürgerschaft mit einem partei-übergreifenden Absprachekartell die Hundeverordnung mit der Rasseliste verabschiedet.

Danach brach der Hunde-Holocaust bei den betroffenen Hunderassen und ihren Besitzern aus. Nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Deutschland, blitzartig, traumatisch!

In einer beispiellosen Aktion, angefeuert durch autokratische Journalisten von Presse, Funk und Fernsehen wurden Hunde der betroffenen Rassen unrechtmäßig eingezogen, erschossen, eingeschläfert, aus Hamburg weggeschafft und aller Wahrscheinlichkeit nach in anderen Bundesländern oder im Ausland eingeschläfert.

42 sogenannte "Kampfhunde" wurden aus Hamburg allein im Jahr 2007 nach Brandeburg deportiert und ein Teil von ihnen zu einem slowenischen Tierarzt verbracht, der diese Hunde angeblich an Familien weitervermittelt haben will.

Hauptverantwortlicher für die Durchführung des Hundeholocausts in Hamburg war ausgerechnet Hamburgs "oberster Tierschützer", Poggendorf vom Hamburger Tierschutzverein.

Bezahlt wurden diese Hunde-Säuberungsaktionen vom Hamburger Steuerzahler, welches Behördenmitarbeiter an den Hamburger Tierschutzverein überwiesen.

Um für diese Maßnahmen nicht mit dem Grundgesetz für Tierschutz in Konflikt zu kommen, wurde von Poggendorf der Wesenstest zur Feststellung der Gefährlichkeit von Hunden erfunden, der einen "Schein-" vernünftigen Grund für eine "Schein-" erlaubte Massenhundetötung lieferte, behördlich genehmigt.

Die Behörde schloss mit dem HTV eine Art Dienstleistungsvertrag über jährlich ca. 1,3 Millionen Euro ab, ohne konkrete Leistungen zu nennen, ein Pauschalvertrag und ohne konkrete Leistungsabrechnung per Beleg seitens des Tierschutzvereins.

Eine couragierte Gruppe "BürgerInnen mit Rasselisten-Hunden" hatte am 10.08.2000 Klage gegen die Rasseliste beim Verwaltungsgericht Hamburg eingereicht.

Im Jahr 2003 erklärte das Verwaltungsgericht in erster Distanz die Rasseliste für "null und nichtig".

Natürlich missbrauchte diese Gruppe Hundehasser unser Rechtssystem und ging nach diesem Urteil in Berufung gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, einfach nur um Zeit zu gewinnen.

Um Zeit zu gewinnen, um aus der "null und nichtigen" Hundeverordnung ein Hundegesetz zu entwickeln und im Jahr 2006 zu verabschieden, welches das Tierschutzgesetz noch stärker verachten sollte, als es die Hundeverordnung 2000 schon tat.

Das Hundegesetz beinhaltete jedoch wieder die Rasseliste unter anderem Namen.

Die Behörde hat jetzt die Berufung beim Oberverwaltungsgericht zurückgezogen. Die gesamten Kosten dieses Verfahrens von 32.000 Euro werden der Behörde, also dem Steuerzahler, belastet.

Acht Jahre hat das Verfahren insgesamt gedauert, um die Rasseliste der Hundeverordnung 2000 im Jahr 2008 letztendgültig für "Null und nichtig" zu erklären, die sich aber bereits im Jahr 2006 in der neuen Verpackung des Hundegesetzes wiederfand.

Nun sind es ja nicht "die Politiker", "die Behörden-Mitarbeiter", "die Journalisten", "die sogenannten Tierschützer" usw., die meinen, mit "Tricksen und Betrügen" Missbrauch der Demokratie und des Rechtsstaats treiben zu können, um ihre perversen Fantasien von rassespezifischen Gefährlichkeiten von Hunden in Hamburg ausleben zu können.

Nein, hinter dem Hamburger Hunde-Holocaust lassen sich Verantwortlichkeiten ermitteln, stehen konkrete Namen unter Zeitungsartikeln, Verträgen, Gesetzen, Abrechnungen, Tötungsanweisungen usw..

Es ist eine kleine korrupte Gruppe, die hier ihre gesellschaftlichen Positionen missbraucht, um ihre extremen Gedanken in unserer Gesellschaft verwirklichen zu können.

Im Jahr 2000 haben fast 1.000 BürgerInnen ihre Hunde, die auf der Rasseliste standen, bei der Behörde gemeldet.

Im Hamburger Hunderegister steht heute drin, wieviele Hunde der betroffenen Rassen noch in Hamburg leben.

Im Hundereport 2007 der BILD wurden viele Zahlen über alle möglichen Hunderassen veröffentlicht. Es fehlten pikanterweise die Zahlen der Kategorie-Hunde.

Es wurde diesbezüglich nur eine Zahl veröffentlicht: Ein St. Paulianer soll angeblich 58 "Kampfhunde" gemeldet haben!

Was ist zu tun, wenn sich viele Menschen an die Spielregeln unserer Gesellschaft halten, aber die nicht, die diese Spielregeln gestalten?

Schreiben des Oberverwaltungsgerichts:
http://www.bullweb.de/news/HHUrteil.pdf

Quelle der Gerichts-Nachricht: Kersti Wollnow, Ein Herz für Hunde e.V.

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