04.02.2008, BGS
Weniger Beißvorfälle in Hamburg
Hundegesetz zeigt Wirkung: Rottweiler schnappen weniger zu
Am 1. April 2006 trat in Hamburg das Hundegesetz in Kraft. Die Anzahl der gemeldeten Beißvorfälle mit Hunden ist seitdem deutlich rückläufig. 2007 wurde die Zahl der Vorfälle gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich unterboten.
Der Rückgang gegenüber 2005 beträgt über 30 Prozent. Gegenüber noch 205 Beißvorfällen von Hunden gegen Menschen im Jahr 2005 waren 2007 mit 144 Beißvorfällen ca. 30 Prozent weniger gemeldet.
Auch die Zahl der Beißvorfälle zwischen Hunden ging signifikant zurück. Dabei schlägt auch die neue Einstufung von Rottweilern bzw. Rottweiler-Mischlingen als widerleglich gefährliche Rasse deutlich positiv zu Buche:
Wurden 2005 noch 35 Beißvorfälle dieser Rasse registriert, so waren dies 2007 lediglich acht, ein Rückgang um fast 80 Prozent.
„Das Hundegesetz trägt weiter Früchte. Allein der Blick auf die Beißunfälle zeigt dies deutlich“, so die Zweite Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram.
„Die Gesetze haben sich zum Schutz der Menschen wie auch der Tiere bewährt.“
Für gefährliche Hunderassen gelten in der Hansestadt besondere Vorschriften. Zu diesen Rassen zählen u. a. Rottweiler und Rottweilermischlinge. Sie müssen seit dem 1. April zunächst mit Maulkorb und Leine geführt werden.
Freistellungen sind möglich, wenn der Hund einen Wesenstest besteht.
Neben Mischlingen fallen Schäferhunde bzw. Schäferhund-Mischlinge mit 45 Beißvorfällen negativ auf.
Aber auch bei dieser Rasse ist ein deutlich positiver Trend zu erkennen: gegenüber 70 Vorfällen 2005 mussten 2007 noch 45 Fälle verzeichnet werden.
Die Gesamtstatistik der Beißvorfälle im Überblick:
Jahr Mensch durch Hund verletzt Hund durch Hund verletzt Gesamt
2005 205 241 446
2006 157 224 381
2007 144 164 308
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