11.12.2007 - Weihnachtsfest Tierheim Elmshorn

11.12.2007, Abendblatt
Bringt ihr uns etwas mit?

Elmshorn Tierheim lädt zur Weihnachtsfeier am 16. Dezember ein

In der Kasse der Einrichtung klafft ein großes Loch - das Heim musste einen Ansturm ausgesetzter Tiere verkraften. Von Arne Kolarczyk

48 000 Euro an Sach- und Geldspenden kamen 2006 bei "Weihnachten im Tierheim" zusammen.

Gabriele Witt, Vorsitzende des Tierschutzvereins Elmshorn, hofft in diesem Jahr auf ein ähnlich hohes Spendenaufkommen. "Wir würden uns besonders über finanzielle Zuwendungen freuen, denn in der Haushaltskasse des Tierheims klafft ein großes Loch."

Dieses kann hoffentlich am dritten Advent (Sonntag, 16. Dezember) gestopft werden, wenn zwischen 11 und 17 Uhr "Weihnachten im Tierheim" gefeiert wird. Es gibt ein "Winter-Café", eine große Weihnachts-Tombola, Infos über die Einrichtung sowie den Trägerverein - und hoffentlich viele Geschenke für die Tiere. So haben die kleinen und großen Gäste des Hauses einen umfassenden Wunschzettel "verfasst": Trocken- und Dosenfutter für Katzen und Hunde, warme Wolldecken, Katzenstreu, Kauknochen, Spielzeuge, Nagerfutter und Vitaminpräparate stehen ganz weit oben.

Und eben Geld. Schließlich waren die Ausgaben des Tierschutzvereins in 2007 immens. "Wir mussten einen Ansturm von ausgesetzten Tieren hinnehmen, wie wir ihn seit Jahren nicht mehr erlebt haben", bedauert Gabriele Witt. Zeitweise fanden bis zu 140 Katzen, 40 Hunde sowie dutzende Kleintiere dort Unterschlupf auf Zeit.

Besonders alte und kranke Tiere seien von ihren Besitzern regelrecht aus dem Haus gejagt worden. Und gerade sie belasten die Vereinskasse enorm. Die Tierarztkosten summieren sich - und auch die Futterkosten steigen. "Alte und kranke Tiere will einfach keiner haben", so Gabriele Witt. Die Folge: Sie bleiben sehr, sehr lange im Tierheim. Ein anderes und teures Problem sind die laut Gefahrhundeverordnung als gefährlich einzustufenden Tiere. Witt: "Das Ordnungsamt zieht die ein, die kommen zu uns und haben kaum Chancen, jemals vermittelt zu werden." Sieben solcher Hunde sind derzeit ungewollte Stammgäste an der Justus-von-Liebig-Straße 1, vier weitere befinden sich auf einer Warteliste.

Das erfreulich hohe Spendenaufkommen aus dem Vorjahr sollte eigentlich für den dringend notwendigen Umbau des Katzenhauses verwendet werden. "Leider mussten wir das Geld komplett zur Kostendeckung verwenden", bedauert die Chefin des Tierschutzvereins. Sie hofft, dass die Maßnahme später nachgeholt werden kann.

Bei "Weihnachten im Tierheim" stehen natürlich die Tiere im Mittelpunkt. Eine Vermittlung ist am dritten Advent aber nicht möglich. Damit keine Tiere unterm Weihnachtsbaum "landen", gilt auch zwischen 20. Dezember und 2. Januar ein Vermittlungsstopp.

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