01.12.2007, Abendblatt
Mitglieder erstreiten Versammlung
Das Amtsgericht Hamburg hat dem Antrag von 69 Mitgliedern des Hamburger Tierschutzvereins (HTV) auf Einberufung einer Mitgliederversammlung mit dem Tagesordnungspunkt "Abwahl des Vorstandes" stattgegeben.
Dieses hatten die Mitglieder am 3. September auf Initiative von Rechtsanwalt Friedrich Engelke (58) beim Amtsgericht beantragt.
Den Vorsitz für die Versammlung hat das
Amtsgericht an Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, übertragen:
"Es besteht Hoffnung, dass die Ära Poggendorf schon bald beendet ist. Für die Abwahl reicht uns eine Mehrheit der bei der Versammlung anwesenden Mitglieder", sagt Engelke.
Der Termin und ein Ort für die Versammlung stehen noch nicht fest, laut Engelke muss eine Einladungsfrist von sechs Wochen eingehalten werden - vor dem 14. Januar wäre also keine Abwahl des Vorstandes möglich. Zu der Versammlung müssen alle 6796 Mitglieder eingeladen werden.
Allerdings hat der HTV selber für den 12. Januar zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen.
Einen Tagesordnungspunkt "Abwahl des Vorstandes" hatte der HTV-Vorstand abgelehnt - unter Punkt 6.3 heißt es lediglich: "Abstimmung darüber, ob eine vorzeitige Neuwahl stattfinden soll."
Für Engelke steht fest: "Wir werden unsere eigene Versammlung durchziehen, es sei denn, der HTV-Vorstand tritt vorher freiwillig zurück."
ug
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