e-mail von O. an leinenlos
Wenn man denkt, die Sache mit den Schildbürgern sei nur eine komische Geschichte über die unbeschreiblichen Stadtväter von Schilda, täuscht man sich.
Zur Erinnerung: Beispielsweise versenkten die Schildbürger aus Angst vor dem Feind Ihre Glocke im See.
Um sie später wiederzufinden, machten sie eine Kerbe in die
Bordwand an der Stelle wo sie versenkt wurde...
Die Schildbürger sind aber nicht Geschichte. Sie leben im Rathaus munter weiter.
Und es macht ihnen offensichtlich nichts aus, daß sie ausgelacht werden, und daß andere an ihrem Verstand zweifeln.
Um 1-2 Beißattacken pro Jahr zu verhindern, erschweren sie mit riesigem Aufwand und drastischen Kosten und Strafen die Lebensbedingungen für 40.000 Halter von d e n Hunden, die sie vorher in ihrem neuen Gesetz lt. §2 für ungefährlich erklärt haben.
(Da sie nicht als gefährlich eingestuft sind, sind sie zwangsläufig von Senat als ungefährlich eingestuft.)
Wir halten uns den Bauch vor Lachen, und gleichzeitig müssen wir sie fürchten, diese Schildbürger, denn für den Betroffenen sind sie sehr gefährlich. Ohne Flachs!
Es ist nicht zu fassen!
Und es ist nicht zu fassen, dass die Stadtväter mit dem Hundegesetz den Frieden zwischen Menschen mit und ohne Hund empfindlich stören.
Die Bürger müßten darüber nachdenken, wie man Menschen mit mehr Sachverstand und Sachkunde in die Rathäuser schicken kann.
Und solche, die gutes und verständliches deutsch schreiben. (§8 "Hunde sind ... an einer geeigneten, insbesondere
reißfesten Leine zu führen.) - Insbesondere!
Dieses Gesetz ist insbesondere furchterregend.
Aber wo soll man hingehen?
Insbesondere weg von Hamburg?
Und sind dann da keine Schildbürger?
Insbesondere O.
copyright © 2004 www.leinenlos.org Donnerstag, 20.November 2008