www.leinenlos.org ist Aufklärungs-Webpage, die irgendwo entsteht. Aber wo?
Hier entwickelt sich das Projekt. Immer wieder gibt es gute Gründe, die Nächte durchzuarbeiten. Der Computer geht dann erst aus, wenn die Sonne aufgeht.
Aber der Blick nach draußen, wenn die Sonne aufgeht, ist häufig einzigartig!
leinenlos sitzt in Hamburg, Stadtteil Eimsbüttel, am Rande der Schanze. In der Schanze vereinigen sich die Stadtteile Eimsbüttel, Altona und St. Pauli. Hier leben wirklich viele "Menschen mit Hund"!
Zwei der wichtigen sozialen Orte in der Schanze sind der Schanzenpark und das Schulterblatt. Es gibt aber noch viele andere!
Im Schanzenpark tummeln sich Sonnenanbeter, Polizisten, Jogger, Fahrradfahrer, Trommler, Gitarrenspieler, Boule-Spieler, Fussball-Spieler, Freiluftkino-Gucker, Punks, Omas, Kinder jeder Nationalität, usw. usw.. Manchmal kommt es mir vor, als wäre es die ganze Welt "in klein".
Hier tummeln sich aber auch Hundemischlinge jeder Art, Dobermänner, Huskies, "Kampfhunde", Dackel, Möpse, Schäferhunde, Rottweiler, Golden Retriever, Pudel, Möpse und alles, was es sonst noch in der Hundewelt gibt.
Hier wurde unser Mops "Beppi" sozialisiert und unsere Mops-Terrier-Mischung, resozialisiert.
Hier und anderswo in der Schanze beweisen "Menschen mit und ohne Hund" tagein - tagaus, dass sie den "Wesenstest auf Sozial-Verträglichkeit" jede Stunde immer wieder bestehen, weil es "im Großen und Ganzen" zwischen allen Lebewesen ein überaus friedliches Miteinander gibt. Ausnahmen bestätigen diese Regel!
Hier gehen auch "Omis mit Hund" leinenlos, und gleich daneben rasen Kamikaze-Fahrradfahrer den Radweg runter. Auch das klappt, im Normallfall, hervorragend.
Ein anderer sozialer Treffpunkt in der Schanze ist das Schulterblatt. Hier treffen sich viele Hamburger, Ausländer, Schnorrer, Musikanten, Theaterspieler, Touristen jeder Art, Flaschensammler, Obdachlose usw.
Das soziale Leben funktioniert, obwohl einige Touristen aus anderen Stadtteilen immer wieder "die Sau in ihnen" herauslassen und Flaschen zerschmeißen, die dann häufiger in den Pfoten unserer Hunde ihre Heimat finden, und bei einem Tierarzt entsorgt werden müssen.
Auch wir "Menschen mit Hund" müssen uns mit der Tatsache abfinden, dass es andere Menschen gibt, deren Leben ein einziger "Scherbenhaufen" ist.
Im Bild oben sehen wir, wie es im Gegensatz zu den Horrorszenarios von "Kampfhunden" und "Beißattacken" von Poggendorf, oberster Tierschützer Hamburgs!!!! und seinen Freunden im Hunde-Ver-rathaus in Hamburg über die Medien verbreitet wird, in Wirklichkeit mit dem friedlichen Miteinander von Menschen und Hunden aussieht: Der Herr vorne liest gemütlich neben tobenden Hunden seine Zeitung und im Hintergrund gucken Kinder und Erwachsene dem Spiel dieser Hunde zu. Anders kennen wir es hier nicht, Ausnahmen bestätigen diese Regel.
Mein persönlicher Think-Tank ist das portugiesische Restaurant "Petisco". Hunde gern gesehen. Hier entstehen noch heute viele Ideen für die Webpage und die Beißattacken-Bände.
Die Atmosphäre dieser Menschen und dieses Restaurants zu beschreiben, fällt mir schwer. Aber hier müssen einem gute Ideen kommen, bei der Gastfreundlichkeit und Harmonie, die ausgestrahlt wird. Aber das empfindet jeder natürlich anders.
Wenn ich aus dem Petisco herausgucke, sehe ich das Wahrzeichen der Schanze. Was für Paris der Eiffelturm ist, ist für die Schanze die rote Flora. Sie ist ein Symbol für erfolgreichen Widerstand gegen Staatsgewalt und Staatsmacht und heute friedlicher Ort für erstklassige Live-Musik und andere Veranstaltungen.
Um hier keine Fehl-Interpretationen zuzulassen: Ein Staat sollte demokratische Kraft und Stärke demonstrieren, wenn er gefordert wird.
Gewalt ist aus systemischer Sicht immer der Ausdruck von Hass und Macht immer der Ausdruck von Angst.
Beides sollte der Staat und seine Vertreter nicht vorbildhaft zeigen, weil davon bei den Mitgliedern jeder Gesellschaft schon genug vorhanden ist.
Letztlich entsteht das Bedürfnis nach Gewalt- und Machtausübung aus einem tiefen Ohnmachtsgefühl heraus und ist immer eine Bankrotterklärung der Vertreter eines Staates und seiner Politiker an seine Bürger.
Irgendwie strahlt die rote Flora die Kraft aus, trotz aller demoralisierenden "Beißattacken" der "Bestien in Menschengestalt ohne Hund" den Kampf, oder soll ich besser sagen den "Krieg" gegen dieses Hamburger Hundequälgesetz weiter zu führen?
Denn seitdem der Psychoterror über alle Hamburgs "Bürger mit Hund" systematisch und organisiert praktiziert wird, sieht man leider neuerdings auch in der Schanze solche Bilder:
Die inszenierte "Kampfhund"-Operation wurde bereits VOR der Hamburger Hundeverordnung 2000 praktiziert!
Die derzeit laufende, parallele Operation "Beißattacke" gibt es erst seit 2004 in dieser Schamlosigkeit und Offenheit!
(Fotos: Claus-Dieter Kraft)
copyright © 2004 www.leinenlos.org Donnerstag, 20.November 2008