Die leinenlos-Hundeinitiative gegen den generellen Leinenzwang für Hunde wurde im April 2004 gegründet.
Keine der klassischen demokratischen Mittel, die von allen Hundeinitiativen eingesetzt wurden, zeigten im Jahr 2004 irgendeine Wirkung auf autokratische Journalisten und Politiker.
Die Arbeit in der Bürgerinitiative verschlang extrem viel Zeit und eine Menge Geld für Flyer, Transparente, Briefpapier, Porto, Webpage usw..
Ende 2004 war aber klar, dass wir unsere Hundeinitiative nicht mehr weiterzuführen brauchten, weil unsere demokratische Kultur bei der Hundegesetzgebung von den Autokraten nicht gelebt wurde. Ein Einfluss der Bürger auf die politische Willensbildung fand einfach nicht statt.
Außerdem hatte die Hundelobby hervorragende Öffentlichkeitsarbeit geleistet und ich war sicher, dass sie es weiter machen würde. Und zwei konkurrierende Hundeinitiativen brauchten wir in 2005 nicht mehr.
Es wurde zwar viel über Hundekot in der Presse geschrieben, aber kaum etwas darüber, das Hundebesitzer von April 2004 bis April 2005 von der Stadtreinigung 5,4 Millionen Gassibeutel abnahmen und diese bestimmt nicht als Tiefkühlbeutel für die Gefrierkühltruhe verwendeten.
Wenn es zu Gesprächen oder Schriftverkehren zwischen Experten, Initiativen und Politikern oder Behördenmitarbeitern kam, war das kein Informationsaustausch mit gegenseitigem Lerneffekt, wie es von den Urhebern unserer demokratischen Kultur gedacht ist.
Keine der Hundeinitiativen Pressemitteilungen wurden von den Medien veröffentlicht.
Am 5. Januar 2005 entschloss ich mich, die Hundeinitiative leinenlos zu einem Vollzeit-Projekt zu machen und meine systemanalytischen Fähigkeiten für die Analyse und Optimierung von Gesellschaftsprozessen einzusetzen.
Der Gesellschaftsprozess "Hundegesetzgebung" passte auch sehr gut zu meinen Forschungsarbeiten über Verhaltensweisen autokratischer Subkulturen, ihrer Verhaltensmuster, ihre Früherkennung und wirksame Bekämpfung dieser gesellschaftsschädlichen autokratischen Prozesse.
Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Idee, wie ich den autokratischen Menschencharakteren in einem so großen Gesellschaftssystem immateriell in die Suppe spucken könnte.
Ich ging davon aus, dass es nur einzelne Autokraten in den jeweiligen Subkulturen sind, die aber Subkultur-übergreifend zusammenwirken.
Autokraten zeigen selten eine Re-Aktion auf Informationszuflüsse, weil sie Instinkt-Kompetenz haben, aber relativ wenig Intelligenz-Kompetenz. Sie können komplexere Zusammenhänge einfach nicht erfassen oder begreifen.
Dafür liegt die Stärke der Führungskräfte unter den Autokraten in der blitzschnellen Erkennung von Schwächen der Rivalen. Und eine weitere Stärke autokratischer Subkulturen ist die sklavische Hörigkeit der Untergebenen von totalitären Charakteren bzw. die devote Dienerschaft bei autoritären untergebenen Menschen.
Das macht sie als Netzwerk autokratisch gesinnter Menschen im Kriegs- und Kampffall mit autodidaktischen Subkulturen äußerst schlagkräftig.
Sie beschäftigen sich fast ausschließlich damit, wie sie ihre Macht und ihren Einfluss innerhalb der Subkultur vergrößern können, schließen Schein-Bündnisse, wenn es ihnen persönlich nützt, schmieden Intrigen. Aber sie verraten ihre besten Freunde auch sofort wieder, wenn ihnen das ein mehr an Macht, Einfluss, Geld und Geltung bringt.
Autokraten haben streng hierarchisch organisierte Macht- und Gewaltgefüge. Und in dieser Hierarchie toben ständig Macht- und Gewaltkämpfe.
Das instinktive, und dadurch blitzschnelle Erkennen von Schwächen ist ein unbedingter Vorteil, den Autokraten gegenüber den Autodidakten haben, der erstmal verstehen will, was hier abgeht und ob das gut ist, was da abgeht.
Da liegt die unbedingte Schwäche des autodidaktischen Systems, wenn es unvorhergesehen in die Auseinandersetzung mit autokratisch gesinnten Menschen kommt.
Der Autokrat nutzt skrupellos und eben ohne überlegen zu müssen, jede Chance zum Machtgewinn.
Wenn aber Feinde oder Gegner die eigene Macht-Kolonie bedrohen, rücken sie alle zusammen und bekriegen den Feind oder Gegner gemeinsam Schulter an Schulter.
Das ist eine weitere Schwäche des autodidaktischen Gesinnungsnetzwerkes, wenn sie unvorhergesehen gegen autokratische Subkulturen antreten müssen: Autodidakten müssen überlegen, bevor sie handeln und sich untereinander absprechen. Bis dieser Prozess abgeschlossen ist, haben die blitzschnell agierenden Autokraten das Gefecht schon gewonnen.
Dieser Auszug aus dem Verhaltensrepertoire von Autokraten, liegt dem Verhalten von Menschenaffen einer Menschenaffen-Kolonie näher als den Verhaltensmustern von Autodidakten, die offenen Informationsaustausch und gegenseitiges Lernens bevorzugen. Und das ist eben auch im Kern ein demokratisches Verhalten.
Autodidakten reagieren sofort lernend auf Informationszuflüsse, wenn es um ihre Themenbereiche geht.
Mir war völlig unklar, ob die Hamburger Bürgerschaft autokratische oder autodidaktische Verhaltensmuster hat.
Die verantwortlichen tierpolitischen Sprecher der Parteien waren zweifelsfrei Autokraten. Aber immerhin gab es noch den Gesundheitsausschuss, die Fraktionsführer, und verschiedene andere hohe Positionen in der Bürgerschaft.
Meine unbedingte Hoffnung war, dass ich mit der Studie "Beißattacke" autodidaktische Politiker erreiche, die das Hundegesetz inhaltlich noch beinflussen konnten.
Aber wer sind die strategischen Instinkte des Autokraten-Netzwerkes, wer ist nur mediengeiler Mitläufer. Sind die, die am lautesten brüllen, auch die mit der größten Macht im Netzwerk?
Aber das Netzwerk war, was die aus Autokraten-Sicht sehr gefährlich aussehenden Hunde bestimmter Rassen betraf, äußerst erfolgreich gewesen.
Hunde der gelisteten Rassen sind weitestgehend aus dem Hamburger Stadtbild verschwunden.
Klar war mir auch, dass jetzt die Schäferhunde, Rottweiler, Dobermänner, Doggen und all ihre vielfältigen Mischungen auf der Autokraten "Abschussliste" stehen.
"Große Hunde gehören nicht in eine Stadt", sagte der oberste autokratische Tierschützer Hamburgs.
Die Ausgangslage war also, mit der Studie "Beißattacke" zu prüfen, ob es autodidaktische Politiker in Hamburg gibt, die für die Hundegesetzgebung verantwortlich sind und ob ich über die Führungskräfte der Parteien etwas erreichen kann. Außerdem wollte ich mit der Studie Beißattacke die Medienberichterstattung versuchen zu beeinflussen. Ob das geht? Ich unkannter und für die Öffentlichkeit unbedeutender Claus-Dieter Kraft, ein Nichts gegen eine Großmacht Hamburger Tagespresse und TV-Sender? Ich möchte auf jeden Fall an dieser Stelle die Hundelobby nochmals erwähnen, die volle Kante den Einsatz demokratischer Kritikmittel am Hundegesetz weiter betrieb, wie z.B. Demos, Talkshows und andere Öffentlichkeitsarbeit. Dann ging´s mit der Arbeit an der Studie "Beißattacke" los.
Die Erstellung der Studie dauert bis Mitte Juli 2005.
Zuerst ermittelte ich das wirkliche Gefahrenpotenzial von Hunden für Nicht-Hundehalter.
Außerdem setzte ich dieses Gefahrenpotenzial in Relation zu anderen Gefahren, die den Menschen dieser Stadt einfach aufgrund der Tatsache drohen, dass sie leben.
Es wurde schnell klar, dass hier Trug- und Lugbilder-Propaganda über autokratisch gleichgesinnte Journalisten verbreitet wurde. Ich habe dafür das Hundeexperten-Wissen analysiert und den Trugbildern gegenübergestellt.
Das geplante Gesetz und die Expertenmeinungen klafften soweit auseinander, das "noch weiter auseinander" nicht mehr geht.
Es wurde auch herausgearbeitet, dass das Bundestierschutzgesetz durch das neue Hundegesetz faktisch für Hamburg geändert wurde.
Danach habe ich Urteile von Gerichten zusammengesucht, die ihre Urteile bereits vielfach in Deutschland zu solchen Regelungen, wie sie ins neue Hamburger Hundegesetz integriert werden sollten, gefällt hatten.
Viele von den Kernneuerungen des Gesetzes waren anderswo und auch in Hamburg von den Gerichten für "Null und nichtig" erklärt worden!
Die Politik hatte sich von unserer Wissenschaft und Rechtsprechung abgekoppelt und anstelle dessen Unwissen und Unrecht in das neue Gesetz eingeplant. Das war für mich ein Hammer, der mich richtig umgehauen hatte!
Der nächste große Schritt war die Analyse der Medienberichterstattung.
Das Ergebnis war: Die Öffentlichkeit wird von autokratischen Journalisten systematisch manipuliert und Gegenmeinungen werden nicht veröffentlicht.
Das sind klassische autokratische Methoden. Da hat der autokratische Instinkt in den Jahrtausenden nicht viel dazu gelernt.
Trotzdem, das war ein so großer Vertrauensverlust, in unsere gesamte Hamburger Politik und in alle Medien. Ich konnte keinem Politiker mehr ein Wort glauben und habe aufgehört Zeitungen zu lesen. Ich war nämlich allen Kriterien beraubt worden, um Information und Aufklärung von Manipulation und Suggestion zu unterscheiden. Zur eigenen Sicherheit musste ich von der neuen Grindeinstellung ausgehen: "Alles erstunken und erlogen!" Bisher hatte ich eine 50 : 50 Einstellung.
Es ist unmöglich, in jedem Zeitungsthema soviel Zeit der Analyse zu verwenden, wie bei der Hundegesetzgebung. Dieser Missbrauch der Pressefreiheit der autokratischen Journalisten bei renommierten Zeitungsverlagen war wie ein Tritt in die Magengrube!
Ich habe einige Wochen gebraucht, um wieder mit der notwendigen Sorgfalt und Differenzierung weiter am Thema arbeiten zu können.
Es ist in solchen Fällen des totalen Vertrauensverlustes wichtig, dass wir bei all diesen Einzelfällen unserem Unterbewusstsein Kontra bieten, weil es automatsich aus Einzelfällen generalisiert und alle Journalisten und alle Politiker erstmal verdammt.
Da musste ich erstmal wieder runterkommen, um wieder auf Menschenebene und Beitragsbezogen weiterarbeiten zu können.
Ich habe dann die Manipulationsmethode analysiert und beschrieben. Ich habe mich kürzlich sehr über eine Vorkämpferin in Hundeangelegenheiten gefreut, die mit Hilfe der beschriebenen Methode zwei Leserbriefe an Zeitungen schrieb und denen unlautere Bericherstattung vorwarf.
Es wurde im Laufe der Analysezeit auch immer klarer, dass der Hund vor der Hundelobby e.V. keine Lobby in Hamburg hatte.
Die nächsten "fast k.o Schläge" die ich einstecken musste, war die Erkenntnis, dass mehr "Bürger mit Hund" ihre Hunde nicht hundegerecht halten, als ich mir vorher vorstellte.
Unfassbar! Sie führen immer oder überwiegend ihre Hunde "ohne vernünftigen Grund" an der Leine. Das sind die, die den generellen Leinenzwang natürlich unterstützen und mir das auch sagten. Hat mich sehr an die Reaktion von ehemaligen Rauchern auf die Immer-noch-Raucher erinnert.
Und dann habe ich beim Flyer-Verteilen noch die kennengelernt, die sowieso nur dreimal am Tag mit ihrem Hund 10 Minuten zum Gassigehen um den Häuserblock trotten, die mir deutlich machten, dass sie auch gar nichts gegen ein Parkverbot für Hunde einzuwenden hätten und die die winzigen Freilaufflächen befürworten.
Nicht zu vergessen sind noch die, denen ich mitteilte: "Du, wir machen eine Demo...." Antwort: "Da kann ich leider nicht, da muss ich arbeiten!" - "Aber ich habe dir doch noch gar nicht gesagt, wann die Demo ist!" Antwort: "Nee, da kann ich auch nicht, da muss ich auch arbeiten!" Verblieb mir nur ein: :-(
Damals war ich in der Stimmung, jeden einzelnen dieser Hundemisshandler anzuzeigen.
Es folgte danach innerhalb der Studienarbeit die Überlegung, was für wirtschaftliche Konsequenzen es hätte, wenn die Autokraten auch dieses Mal ähnlich erfolgreich werden würden, wie bei den gelisteten Hunderassen und ihren Mischlingen.
Wenn die Hundebestände spürbar sinken, hat das zur Folge, dass auch die Erträge von vielen von Hunden abhängigen Unternehmungen empfindlich getroffen werden würden, dass es sogar für kleinste Betriebe Existenz-bedrohlich werden könnte.
Meine Erfahrung aus vielen Lebenssituationen mit Autokraten ist, dass sie solche umfangreichen Informationen wie die Beißattacken-Studie (über 200 Seiten) überhaupt nicht verarbeiten können. Autokraten brauchen immer ein maximal 3-seitiges "Management-Summary"-Papier mit allerhöchstens 4 Kernthesen.
Aber Autokraten sind Propaganda-Experten und Populisten, die mit Kernthesen wie "Jedes gebissene Kind ist eins zu viel" sehr erfolgreich sind, denn wer will dem widersprechen?
Jeder autodidaktische Fachmann nimmt so eine Studie und liest sie in zwei Stunden durch und weiß, was sich daraus für Konseqenzen ergeben.
Diese typischen Verhaltensmuster von Autokraten und von Autodidakten habe ich hundertfach erlebt und als typische Verhaltesmuster nachgewiesen.
Also ging ich davon aus, wenn ich die Studie "Beißattacke" an entsprechende Menschen in der Bürgerschaft, in Wirtschaftsunternehmen, Vereinen, Kammern, Hundeinitiativen, "Bürgern mit Hund", Medien, Verlage, TV-Sender, Einzelhändler usw. schicke, dass ich entweder eine autokratische oder autodidaktische Re-Aktion erwarten kann. Das gab mir die Möglichkeit, autokratische Verhaltensmuster identifizieren zu können.
Ich habe 200 Exemplare von der Studie drucken lassen, viele tausend Flyer in Hamburg an Tierärzte und Hundehalter verteilt, in dem diese Aktion angekündigt und um Unterstützung gebeten wurde.
Dann habe ich ganz gezielt begonnen, das Gesamtsystem mit den Subkulturen TV, Medien, Wirtschaftsunternehmen, Vereine, Hamburger Tierschutzverein, Kammern etc. mit diesen 200 Studien zu füttern und die Reaktion abzuwarten.
Beide Arten von Subkulturen re-agieren immer.
Ignoranz ist eine Re-Aktion und nicht, wie so viele glauben, eine "Wandern-in-den Paperkorb-Aktion". Nicht bei diesem Thema Hundegesetzgebung, welches in der öffentlichen Auseinandersetzung so einen breiten Raum einnahm.
Eine Studie ist keine Werbung, sondern etwas, auf das auch ein Autokrat reagiert. In seiner ihm typischen Form.
Die Aussendung der Studie erfolgte zeitlich versetzt, weil ich jeweils sehen musste, wie die Subkultur auf den Informations-Empfang reagiert.
Zur Erinnerung: Eine Subkultur ist in der Systemik ein lebendiges Teilsystem in einem Gesamtsystem "Gesellschaft" und keine Untergrundorganisation oder Kampfhund-Sportgruppe in irgendeinem Hinterhof in Hamburg.
Erst nach der Re-Aktion der Subkultur, konnte ich die nächste Aussendungsphase planen, überlegen, was man sonst noch unternehmen muss. Meiner Dauerhoch-Spannung im 2. Halbjahr 2005 waren nach oben schier keine Grenzen mehr gesetzt.
Zeitlich gesehen, befinden wir uns jetzt Mitte Juli 2005 und die erste Aussendung "Beißattacke" an den ersten Empfängerkreis begann.
copyright © 2004 www.leinenlos.org Dienstag, 13.Mai 2008