Hundepolitik der SPD
Herr Dr. Dressel ist der tierpolitische Sprecher der SPD und Führungskraft der Anti-Hunde-Bewegung in Hamburg. Herr Dr. Dressel war ebnfalls Empfänger der Studie "Beißattacke". Herr Neumann, Fraktionschef der SPD in Hamburg, hat anstelle von Herrn Dressel geantwortet.
20.09.2005
Michael Neumann
Fraktionsvorsitzender
Sehr geehrter Herr Kraft,
für die Zusendung Ihrer Studie Beißattacke an mich und andere Fraktionskollegen möchte ich mich im Namen der SPD-Bürgerschaftsfraktion bedanken. Ich weiß Ihren Zeit- und Kostenaufwand zu schätzen.
Allerdings stimme ich inhaltlich mit Ihnen nicht überein. Nach den diversen Beißattacken im Frühjahr dieses Jahres von Hunden, die nicht angeleint waren, halte ich einen generellen Leinenzwang für notwendig, um weitere Vorfälle zu vermeiden.
Neben meiner Forschung nach einem Leinenzwang sehe ich jedoch durchaus die Notwendigkeit, dass sich Hunde frei bewegen müssen. Deshalb sollen als notwendiger Ausgleich zur Leinenpflicht ausreichende und geeignete Hundeauslaufflächen geschaffen und im Hundehaltungsgesetz als Zielvorgabe verankert werden. Diese sollen möglichst wohnortnah und erreichbar sein. Viele Bezirke starten hier schon entsprechende Ausbauprogramme.
Ferner fordert die SPD-Fraktion, die Wege von Park- und Grünanlagen für Hundehalter und ihre Hunde freizugeben, die gemeinsam einen Hundeführerschein gemacht haben. Dies stellt einen attraktiven Vorteil des Hundeführerscheins gegenüber der jetzigen Rechtslage dar, wonach Hunde in Park- und Grünanlagen generell an der Leine zu halten sind.
Ihr Vorwurf, Sie hätten keine zuhörenden Politiker gefunden trifft mich. Gerade in der Auseinandersetzung um ein neues Hundegesetz habe ich diverse Gespräche – vor allem mit Hundebesitzern, die einen Leinenzwang ablehnen – geführt.
Wenn Sie Interesse haben, würde ich mich im Laufe der nächsten Wochen gerne mit Ihnen über das neue Hundegesetz unterhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Neumann
