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08.07.2008 - "Die Linke": Lebewesen vor unsäglichen Einflüssen bewahren

08.07.2008, Dr. Dirk Schrader
DIE LINKE

Arbeitsgemeinschaft Tierschutz und Ökologie DIE LINKE
Landesverband Hamburg

Antwort an den HTV

Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
Süderstraße 399
20537 Hamburg
-Der Vorstand-

8.7.08

Ihr Schreiben vom 17.6.08

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Tierschutzverein ist es Ihre Aufgabe, Lebewesen vor unsäglichen Einflüssen zu bewahren. Hierzu gehört sehr viel Mut und eine ethische Einstellung, die sich durchaus gegen den politischen Mainstream richten muss, wenn dieser korruptiv zustande gekommen ist.

Indem Sie weiterhin beschlagnahmte „Listenhunde“ aufnehmen, weil sie sich an die bestehenden Verträge mit der Stadt Hamburg gebunden fühlen, pfeifen Sie das Lied derer, denen der Begriff Tierschutz nichts sagt, die Machtpolitik betreiben und sich auf der Ebene des Tierschutzgedankens vollständig disqualifiziert haben.

Die Aufnahme von beschlagnahmten „Listenhunden“ hat nichts mit Tierschutz zu tun und disqualifiziert Sie als „Tierschützer“. Ihre Not als Juristen, in diesem Fall am liebsten nicht staatskonform handeln zu wollen - es jedoch leider tun zu müssen, befreit Sie nicht vor dem Vorwurf, einem zu tiefst rassistischen und unmoralischen Gesetz die Treue zu erweisen.

Wir sind deshalb aufgefordert, der weiteren ungebremste Aufnahme von beschlagnahmten „Listenhunden“ durch den Hamburger Tierschutzverein ein sofortiges Ende zu bereiten.

Wir bitten Sie nicht nur, unserem Ansinnen zu folgen, sondern wir erwarten es mit Nachdruck. Wir sind überzeugt, dass Ihr derzeitiges staatskonformes Handeln die Gemeinnützigkeit des HTV in Frage stellt.

Eine entsprechende Überprüfung durch das Finanzamt Nord kann von uns jederzeit beantragt werden. Außerdem bleibt die Möglichkeit, diese Angelegenheit in der Bürgerschaft zu thematisieren.

Mit freundlichem Gruß

Dirk Schrader
AG-Sprecher-DIE LINKE-Hamburg