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11.03.2008 - Amerikaner geben Deutschland Bestnoten

11.03.2008, MANAGER MAGAZIN
STANDORT D
Amerikaner geben Deutschland Bestnoten

Der Standort Deutschland ist für US-Unternehmen so attraktiv wie lange nicht mehr. Die meisten amerikanischen Firmen rechnen hierzulande mit einem weiteren Umsatzplus - und wollen investieren. Auch gegenüber den Niedriglohnländern in Osteuropa holt Deutschland in der Gunst der Amerikaner auf.

Berlin - 2007 war ein Boomjahr für US-Unternehmen in Deutschland, und die Prognosen für 2008 sind sogar noch optimistischer. Das ergab das fünfte AmCham Business Barometer, eine Umfrage der Boston Consulting Group (BCG) und der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany).

76 Prozent der Unternehmen konnten im Vorjahr ihren Umsatz steigern und nahezu jede zweite Firma hat neue Arbeitsplätze geschaffen (48 Prozent). Im laufenden Jahr rechnen 81 Prozent mit einem weiteren Umsatzplus. "Derzeit geben 61 Prozent der US-Unternehmen dem Investitionsstandort Deutschland gute bis sehr gute Noten – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 36 Prozent", sagt AmCham-Deutschland-Präsident Fred Irwin.

AmCham Business Barometer

Das AmCham Business Barometer ist eine Umfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) unter 71 führenden US-Firmen mit mehr als 142 Milliarden Euro Umsatz am deutschen Standort und rund 460.000 direkten Arbeitsplätzen.

"Der Ländervergleich unterstreicht die zunehmende Attraktivität Deutschlands", heißt es in einer Mitteilung von AmCham und BCG. Wenn es um zukünftige Investitionen in Europa geht, legen acht von zehn US-Unternehmen derzeit einen mittleren bis starken Schwerpunkt auf Deutschland (83 Prozent). Westeuropäische Länder wie Großbritannien (62 Prozent), Spanien (53 Prozent) und Frankreich (44 Prozent) folgen mit klarem Abstand.

Auch vor europäischen Niedriglohnstandorten braucht Deutschland sich offenbar nicht zu verstecken. "Auch wenn aktuelle Produktionsverlagerungen einen gegenteiligen Eindruck hinterlassen: In den letzten Jahren hat Deutschland gegenüber Osteuropa wieder aufgeholt", betont Christian Veith, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group. "Derzeit erhält der Investitionsstandort Deutschland ähnlich gute Noten wie die Länder Mittel- und Osteuropas."

Deshalb liegen Deutschland und Osteuropa bei zukünftigen Investitionen in der Gunst der US-Unternehmen mit jeweils 83 Prozent gleichauf. Das gestiegene Vertrauen in den Standort zeigt sich auch beim Thema Verlagerungen. Für viele der in Deutschland tätigen US-Unternehmen sind Outsourcing und Offshoring inzwischen kaum noch ein Thema.