22.11.2007 - Hunde-Cops kontrollieren "BürgerInnen mit Hund"
22.11.2007, MOPO
Kreis Pinneberg
Zwei Cops auf Kot-Patrouille
WIEBKE STREHLOW
Zwei Monate haben sie geplant, Konzepte ausgearbeitet.
Nun können die Polizisten loslegen, in ihrer Sondereinsatztruppe "Hund". Mehr als zehn Beamte sind seit Montag im Kreis Pinneberg unterwegs.
Ihre Einsatzorte: Wälder, Spielplätze, Naturschutzgebiete. Ihr Hauptaugenmerk: Kothäufchen, unangeleinte Kläffer, fiese Kampfhunde. Die MOPO begleitete die Hunde-Cops in Wedel.
"Ganz oben auf unserer Liste stehen gefährliche Hunde wie Pittbullterrier", sagt Markus Zierke (32) vom Umweltschutztrupp.
Aber auch um die Einhaltung des Leinenzwangs müssen sich die Beamten kümmern, Hundehalter daran erinnern, dass Häufchen gefälligst beseitigt werden müssen.
Gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Jacobsen (49) von der Wache in Wedel streift Zierke durch den Wald.
Doch wo sind bloß die Fiffis? "Ich versteh das nicht. Hier sind immer welche", sagt Michael Jacobsen kopfschüttelnd. Als er um eine Ecke biegt, sieht er ihn auf einmal: einen unangeleinten Hund.
Die Besitzerin ist stinksauer: "Ich wusste nicht, dass hier Leinenzwang gilt. Es ist unglaublich. Ein paar Halter, die ihre Tiere nicht unter Kontrolle haben, klauen unseren Hunden die Freiheit", sagt die Frau.
Doch meckern hilft nicht: Sie muss zahlen.
Bereits am ersten Einsatztag fassen die Beamten 15 "Hunde-Sünder".
"Die meisten waren nicht einsichtig", so Markus Zierke. Das mag daran liegen, dass sich viele fragen, ob die Polizei nichts Besseres zu tun hat.
"Die Kontrollen sind notwendig. Es gab massive Beschwerden wegen unangeleinter Hunde", sagt Markus Zierke. Und viele, ganz viele haben sich über Hundekot beschwert.
