leinenlos / 2007/ 2008: Literatur / Bürgerinitiativen / 06.03.2008 - Hundelobby Kiel: Mehr Herz für Hunde gefragt



06.03.2008 - Hundelobby Kiel: Mehr Herz für Hunde gefragt

06.03.2008, IG-Hundefreunde
Mehr Herz für Hunde gefragt

Eckernförde – Generell keine Hunde mehr am Strand? Diese Forderung des Eckernförder Ratsherrn Ralph Krüger (CDU) veranlasste die Hundelobby-Kiel, nun auch in Eckernförde präsent zu sein. Dienstagabend traf sich der Vorstand des Vereins mit 15 Hundehaltern im Lindenhof in Borby zu einem ersten Beschnuppern.

Vorsitzender Volker Darnstedt hatte in den ersten Minuten etwas Mühe, seine Begrüßung anzubringen, denn der englische Springer Spaniel Eira, einer der beiden Besucherhunde, kommentierte seine Worte lautstark. Doch nach „Leine los“ konzentrierten sich die Besucher auf die wichtigen Themen.

„Grundsätzlich ist die Situation in Eckernförde im Gegensatz zu Kiel gut“, meinte Elisabeth Poser, Sprecherin der Eckernförder Ortsgruppe. Ein ausgewiesener 300 Meter langer Hundestrand biete im Sommer ein attraktives Ziel, wenn auch leider der abgrenzende Zaun zur B 76 demontiert worden sei – einer der Kritikpunkte der Gruppe. Auch die Nutzung des Kurstrandes im Winterhalbjahr biete den Hunden eine wichtige Auslaufmöglichkeit, die es zu erhalten gelte.

„Wir sehen uns dabei durchaus in der Verantwortung“, betonte Darnstedt. „Wir haben Vorbildfunktion und müssen mit gutem Beispiel vorangehen.“ Leider gebe es auch unter Hundehaltern schwarze Schafe. Das sei jedoch kein Grund für eine Pauschalverurteilung, so Poser, auf die die Halter immer wieder stoßen würden.

Immerhin 1080 angemeldete Hunde gibt es nach Auskunft der Stadtkämmerei in Eckernförde, die Dunkelziffer nicht mitgerechnet. Die Halter zahlen jährlich 50 Euro Hundesteuer für den ersten Hund, je weiteren Hund erhöht sich die Steuer: 60 Euro für den zweiten, 70 Euro für den dritten.

„Hundehalter tragen damit erheblich zum Steuereinkommen der Stadt bei“, erklärte Darnstedt – ein Grund, auch deren Interessen zu berücksichtigen.

„Uns geht es nicht um Konfrontation, sondern um ein freundliches Miteinander zwischen Mensch und Hund“, erläuterte Darnstedt. Deshalb seien Forderungen wie von Ratsherr Krüger absolut kontraproduktiv und populistisch. Toleranz sei von allen Seiten gefordert. Uns geht es allein darum, das Ansehen des Hundes wieder ins rechte Licht zu rücken.

Die Eckernförder Gruppe wird sich in Zukunft alle zwei Monate treffen. Als nächste Aktion möchte die Gruppe eine Strandsäuberung als positives Zeichen setzen. Am 30. März treffen sich die Hundefreunde am Eckernförder Hundestrand – eine Aktion, die in Zukunft einmal jährlich geplant ist. Weitere Informationen:
http://www.hundelobby-kiel.de [externer Link]
Von Kai Pörksen

06.03.2008
http://www.kn-online.de/artikel/2317568