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Gesetz - Hundehalter nehmen auch Strafen in Kauf

28.12.2006, WELT
Gesetz - Hundehalter nehmen auch Strafen in Kauf

Bis Jahresende müssen sie ihre Vierbeiner bei der Stadt angemeldet haben. Dazu gehören die Einsetzung eines Mikrochips sowie der Abschluss einer Hunde-Haftpflichtversicherung. Wer sein Tier nicht registrieren lässt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Für Hamburgs Hundebesitzer läuft die Zeit ab. Bis Jahresende müssen sie ihre Vierbeiner bei der Stadt angemeldet haben.

Dazu gehören die Einsetzung eines Mikrochips sowie der Abschluss einer Hunde-Haftpflichtversicherung. Wer sein Tier nicht registrieren lässt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Das schreibt das neue Hundegesetz vor.

Doch vielen Hundebesitzern ist dieses Gesetz offenbar egal.

Von den rund 39.000 Hunden, die es derzeit in der Stadt gebe, seien bis Mitte Dezember gerade einmal gut 16.000 angemeldet worden, sagte Hartmut Stienen, Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Dabei habe man den Bürgern eine großzügige Übergangsfrist eingeräumt. Denn schließlich ist das Gesetz seit 1. April in Kraft. Wer sein Tier im neuen Jahr noch nicht angemeldet habe, müsse zahlen.

Bisher haben die zuständigen Bezirksämter allerdings einen rechtsgültigen Bußgeldkatalog noch gar nicht gesehen.

Dieser wird erst im Laufe des kommenden Monats für ganz Hamburg fertiggestellt.

Derzeit ist davon auszugehen, dass ein Hund, der ohne Chip erwischt wird, seinen Halter 25 Euro kostet.

75 Euro beträgt die Strafe, wenn der Versicherungsnachweis fehlt. Im Wiederholungsfall können sogar bis zu 500 Euro fällig werden.

Hundevereine rechnen damit, dass der Bezirkliche Ordnungsdienst seine Kontrollen ab Januar ausweiten wird.

Doch viele Hundebesitzer schreckt das nicht.

In den Kundenzentren der Bezirksämter wurde sogar extra Personal vorgehalten, weil man davon ausging, dass zum Jahresende hin viele Hundefreunde ihre Lieblinge anmelden.

In den Bezirken bleibt es aber ruhig. Lediglich in Eimsbüttel meldeten am Mittwoch zwölf Hundebesitzer ihre Tiere an, weil der Verein Hundelobby hier eine publikumswirksame Aktion durchführte.

"Der große Ansturm blieb aber bisher aus", sagte Uwe Caplenski, Leiter des Gesundheits- und Verbraucherschutzdezernats.