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2005 2.HJ: "Operation Beißattacke" Auto- oder Demokratie?

Mitte Juli 2005 war unklar, wie hoch der Anteil autokratischer Menschen in der Hamburger Bürgerschaft ist. Außerdem war unklar, welche Subkulturen zwischen den Menschen aus welcher Partei innerhalb der Hamburger Bürgerschaft in einem Gleichgesinnten-Netzwerk zusammenwirken.

Autokratische Menschen gibt es in jeder Partei. Wer aber führt die inneren Subkulturen? Sind es überwiegend autokratische Führungskräfte oder autodidaktische?

Bei jeder Zeitung arbeiten autokratische Journalisten und Chefredakteure. Auch innerhalb eines Verlages gibt es autokratische Subkulturen. Überwiegen die autodidaktischen Führungkräfte und ihre Gleichgesinnten-Netzwerke oder die autokratischen? Das war mir Mitte Juli 2005 auch nicht klar!

Wie sehen die Verhältnisse in der Hamburger Tierärztekammer aus? Wie sind die Subkulturbildungen beim Bund praktizierender Tierärzte und beim größten Hundezüchterverband, dem VDH?

Welche Grundhaltungen würden die 30 größten Verdiener an Hunden öffentlich vertreten, wenn es zu weiteren Hundevernichtungen und Verbannungen von großen Hunden aus den Städten kommen würde? Würde deren Verband für Heimtierbedarf e.V. öffentlich Stellung beziehen?

Die Frage nach der Prägung der Kultur des Hamburger Tierschutzvereins war zu diesem Zeitpunkt für mich bereits geklärt.

Herr Poggendorf ist aus meiner systemischen Betrachtungsweise ein totalitärer Mensch, der die ihm anvertrauten Hunde mit täglichem Lärmterror durch Stockschläge und Sechskantschlüssel quält, um, wie er sagt, deren Aufmerksamkeit zu erlangen.

Meine Waffe im immateriellen Krieg gegen Autokraten ist immer Information. Autokraten hassen Informationen, besonders, wenn sie öffentlich werden.

Informationen haben bei Autodidakten die gegenteilige Wirkung: Sie lieben Informationen, die sie betreffen, und saugen sie auf.

Informationen sind Nahrung fürs Gehirn: Informationsaufnahme, Verarbeitung und Handlung.

Nur welche Handlung nach der Informationsaufnahme passiert, ist nicht vorhersehbar, weil natürlich auch jeder Autodidakt innerhalb von Subkulturen, Bedingungen und Zwängen lebt.

Manchmal wirken innerhalb der Kulturen autokratische Subkulturen im Geheimen, weil die vorherrschende Subkultur eine autodidaktische ist.

Manchmal wirken autodidaktische Subkulturen im Geheimen, weil eine autokratische Subkultur die bestimmende Subkultur innerhalb der Kultur ist.

In unserem Fall ist eine Kultur z.B. eine Partei, ein Verlag, ein Verband.

Betrachte ich dagegen unsere deutsche Gesellschaft, dann ist die Gesellschaft die Kultur und z.B. eine Partei, ein Verlag, ein Verband eine Subkultur.

Die Bezeichnungen "Kultur" und "Subkultur" hängen also von der definierten Betrachtungsebene ab.

Bei der Versandaktion der 200 Beißattacken war ich auf der Ebene Partei, Verlag, Verband, Kammer usw. Also ist der Verlag die Kultur, die aus verschiedenen Subkulturen, die entweder autokratisch oder autodidaktisch geprägt sind durch die Menschen, die diese Subkultur bilden.

Innerhalb jeder Kultur hat eine von beiden Subkulturen eine vorherrschende Stellung.

Du musst dir zusätzlich vorstellen, dass jede Subkultur autokratischer Art zu den autokratischen Subkulturen in anderen Hamburger Kulturen enge Beziehungen unter den Führungskräften pflegen.

Z.B. wurden der tierpolitische Sprecher der CDU, Herr Fuchs und der damalige Geschäftsführer und 1. Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins, Wolfgang Poggendorf, von Journalisten als enge Freunde bezeichnet. So ähnlich beurteilte Herr Fuchs auf einer Sitzung der Hundefreunde Alstertal diese Beziehung zu Herrn Poggendorf auch, der seinerseits nicht widersprach.

So setzt sich Hamburg aus autokratischen und autodidaktischen Menschen zusammen, die dort, wo sie arbeiten, innerhalb einer Subkultur leben, die ihrerseits Beziehungen zu den gleichgesinnten Subkulturen aus anderen Kulturen pflegen.

Daraus ergeben sich dann die kultur-übergreifenden Gleichgesinnten-Netzwerke, die von Mensch-zu-Mensch funktionieren.

Diese menschlichen Netzwerke ziehen sich durch die Verlage, Parteien, Behörden, Unternehmen, Verbände, Kammern, Vereine, Universitäten, Schulen usw. und wirken zusammen. Sichtbar von außen sind sie nicht!

Auf der einen Seiten wirken die autokratischen Gleichgesinnten-Netzwerke und auf der anderen Seite die autodidaktischen Gleichgesinnten-Netzwerke.

Du musst auch wissen, dass autokratische Gesinnungsnetzwerke aus strategischen und taktischen Gründen in der Öffentlichkeit meistens lügen und betrügen.

Das tun sie, weil Autokraten in einer Demokratie vom Verfassungsschutz und der Staatsanwaltschaft verfolgt und möglichst unschädlich gemacht werden, weil sie eine Gesellschaft letztlich unterdrücken und vernichten.

Meine Daumenregel, die ich für autokratische Menschen verwende: 80 % Lug und Betrug, 20 % Wahrheit, von dem was sie öffentlich aussagen.

Aber auch autodidaktische Gesinnungsnetzwerke müssen manchmalaus strategischen und taktischen Gründen Lug und Betrug verbreiten. Hier ist meine Daumenregel 20 % Lug und Betrug und 80 % Wahrheit.

Autodidakten sind ja auch keine Engel, aber sie wissen einfach, dass schon Lügen "kurze Beine" haben. Und Betrug hat gar keine Beine! Lug und Betrug macht einfach keinen Sinn und werden manchmal früher, manchmal später aufgedeckt! Haben mir meine Eltern gesagt.

Das muss man alles wissen, wenn man eine Versandaktion "Beißattacke" macht, um nicht allzu entäuscht zu sein, wenn rein gar nichts passiert, weil Autokraten in allen Kulturen die Vorherrschaft haben.

Das wäre nämlich auch ein für mich gültiges amtliches Endergebnis gewesen, wenn durch meine Aktionen rein gar nichts in der Öffentlichkeit passiert wäre.

Für mich wäre das die Information gewesen, die ich gebraucht hätte, um die Entscheidung zu fällen, dieses Land schleunigst zu verlassen!

Autokratie hat einfach keine Zukunft für Menschen einer autodidaktischen Prägung! Die finden Autodidakten nur in einer Demokratie!

Ich musste mir genau überlegen welche Empfängerkreise ich in welcher Reihenfolge mit der Studie "Beißattacke" beliefere.

Ich habe Hundeexpertenmeinungen aus ganz Deutschland in der Studie zusammengestellt. Es sind viele gesellschaftlich relevanten Gruppen, wie Hochschulen, Bund praktizierender Tierärzte, aber auch einzelne Hundetrainer in der "Beißattacke" zitiert worden.

Deswegen habe ich die meisten, der von mir zitierten Gruppen und Experten als erstes die Studie "Beißattacke" zugesendet.

Als Reaktion erwartete ich: Zustimmung, explizit ausgedrückt (schriftliche oder mündliche Zustimmung), Zustimmung implizit ausgedrückt (Null-Reaktion), Zitatverbot explizit ausgedrückt (Schreiben vom Empfänger oder einem Rechtsanwalt) oder Ignoranz der Studie.

Ich musste einfach sicher sein, dass ich nicht gegen die Interessen der gesellschaftlich relevanten Gruppen und Experten arbeite.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits die erste Expertenanhörung im Rathaus gelaufen, die sehr unbefriedigend war, weil auch ich an Stelle der Politiker hätte nicht wissen können, was ich nun in das Gesetz hineinschreiben soll, selbst wenn ich gewollt hätte.

Die Auffassungen der Experten waren alle sicherlich richtig und auch die vertretenen Hundeinitiativen haben ihren Beitrag geleistet.

Aber insgesamt war das Meinungsbild nicht einheitlich und sehr schwer zu verstehen.

Ein paar Wochen, nach der ersten Aussendung der "Beißattacke" bangen Wartens vergingen. Nichts passierte. War die Studie doch im Papierkorb gelandet?

Aber es war für mich der Auslöser, die zweite Aussendephase zu starten, weil ich keine negative Reaktion von den Hundeexperten bekam.

Die zweite Aussendephase ging an den Empfängerkreis BILD, Mopo, Abendblatt und in Kopie an diverse andere Medien in Deutschland.

Ich wollte erreichen, dass der "Beißattacken"-Kampagne in den Medien ein Ende bereitet wird! Ob ich Größenwahnsinnig bin? Nein.

Ich weiß einfach, wie autokratische und autodidaktische Subkulturen auf einen Informationszufluss reagieren.

Außerdem ist mir vollkommen bewußt, dass ich ohne autodidaktische Menschen in den Subkulturen der Zeitungen, Kammern usw. keine Chance habe, irgendewas zu verändern. Andere mussten mobilisiert werden, alleine schafft man es nicht. Mobilisierung erfolgt über Information.

Mein Ziel war es, mit der Studie diese autodidaktischen Menschen zu mobilisieren und ihrerseits auf Basis einer gesicherten Informationsgrundlage, die in der "Beißattacke" zusammengestellt war, abgesichert argumentieren zu können und vor allen Dingen: eine klare Meinung einheitlich vor anderen in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Dann kam uns ein Zufall zu Hilfe. Der gefährlichste Hund Hamburgs (O-Ton Poggendorf), wurde von Frau Rohn aus dem Hochsicherheitstrakt (Poggendorf) des Tierheim Süderstraße abgeholt und auf ihren Tiergnadenhof in Süddeutschland untergebracht. Dort lief "Sugar" unter Kindern im Wohhaus herum.

Auch der ähnlich gelagerte Fall mit dem sogenannten "Kampfhund" Chico, den Dr. Dirk Schrader, Tierarzt aus Hamburg, in seine Obhut nahm, kam uns zu Hilfe. Auch "Chico", der von Poggendorf als allgemein gefährlich in der Öffentlichkeit präsentiert wurde, erwies sich als ungefährlich und sozial-verträglich.

Die Glaubwürdigkeit von Herrn Poggendorf war erheblich erschüttert worden.

Nach dieser zweiten Aussendung der Beißattacke änderte sich in der Presseberichterstattung vieles.

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass ich nicht meine, durch die "Beißattacke" änderte sich vieles. Ich habe geschrieben nach dem Versand der "Beißattacke" änderte sich vieles.

Ich bin von der Annahme ausgegangen, dass unsere Hamburger Gesellschaft und ihre Subkulturen vorherrschend autodidaktisch geprägt ist.

Diese Meinung gilt auch für die deutschen gesellschaftlich relevanten Gruppen, wie der Bundesverband praktizierender Tierärzte u.a..

Meiner Erkenntnis nach reagieren autodidaktische Subkulturen reagieren immer.

Wie sie reagieren, hängt von ihrer Einbindung in die jeweilige Kultur und den dort vorherrschenden Subkulturen ab.

Was passierte nach Versand der Beißattacke und der Abholung von "Sugar" durch Frau Rohn?

Zum ersten Mal seit April 2004 traten die gesellschaftlich relevanten Gruppen öffentlich und mit einer Meinung zum geplanten Hundegesetz und den Vorfällen im Tierheim Süderstraße auf, und brachten mit klaren Worten die jeweilige Fachexpertise in die öffentliche Diskussion ein.

Erstmalig seit April 2004 bekamen sie in der BILD, im Abendblatt, in der Mopo und anderen Medien ein Auftrittsrecht.

Desweiteren wurde aus der Beißattacken-Kampagne wieder eine relativ objektive Berichterstattung, die nach wie vor über Beißunfälle berichtet, aber präzise den Einzelfall beschreibt und nicht mehr alle "Bürger mit Hund" in Misskredit bringt.

Die Pro-Hunde-Bewegung hatte sich formiert und wurde öffentlich gehört.

Herr Poggendorf bekam natürlich auch die "Beißattacke" zugesendet.

Diese öffentlich neue Situation und die Reaktion der autodidaktischen Subkulturen, veranlasste mich dann, endlich die Menschen in der Hamburger Bürgerschaft mit der Studie "Beißattacke" zu beliefern.

Alle eben beschriebenen gesellschaftlichen Prozesse schrieben praktisch den Band 2 "Operation Beißattacke" von selbst. "Operation Beißattacke" wurde vom Leben selbst geschrieben.

Es gab nach dem Versand an die Bürgerschaft wieder zwei Möglichkeiten:

Eine vorwiegend autokratisch geprägte Bürgerschaft würde autokratisch reagieren, dass heißt, sie folgen dem autokratischen Verhaltensmuster:

"Feind kommt von außen, wir müssen jetzt erstmal alle zusammenrücken, unsere internen Gewalt- und Machtauseinandersetzungen auf später verschieben und gemeinsam gegen die Feinde und Gegner, die unsere Bürgerschaftkolonie in Unruhe versetzt, bekämpfen und besiegen, damit wir wieder unsere Ruhe haben!"

Ich habe die Studie an alle Menschen in den Führungspositionen der Bürgerschaft geschickt, an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses und alle Mitglieder des Gesundheitsausschusses, an die drei tierpolitischen Sprecher der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien und an den Fachsprecher für Tierpolitik, Herrn Weippert, von der FDP, die z.Zt. nicht in der Bürgerschaft vertreten ist.

Die einzelnen Details des Prozesses können in der Dokumentation "Operation Beißattacke" nachgelesen werden.

Ich wartete auf eine Reaktion derjenigen, die stellvertretend für uns, unser Leben mit guten Gesetzen verbessern sollen.

Ich bekam einen Anruf von der Sekretärin des Präsidenten der Hamburger Bürgerschaft, die den Eingang der Studie bestätigte.

OK! Damit hat eine der Subkulturen der Hamburger Bürgerschaft reagiert!

Das war für mich der Auslöser für die nächsten Schritte:

Ein Mittel in der Demokratie ist für Bürger, die seriösen Einfluss auf Politiker zwischen den Wahlen gewinnen wollen, sind "Offene Briefe" an dieselben. Offen ist ein Brief dann, wenn er inhaltlich auch anderen bekannt gemacht wird, z.B. der Tagespresse.

Ich habe dieses Mittel in der Folgephase der "Operation Beißattacke intensiv eingesetzt.

Ob mir das sinnlos vorkam? Viele haben mir erzählt, dass sie schon häufig dieses Mittel angewendet haben und es sinnlos war.

Die Menschen in der Hamburger Bürgerschaftskolonie zeigen dem Volk sogar inzwischen, dass ein weiteres wichtiges Mittel , das Volksbegehren, seinen Sinn verloren hat.

Mein Ziel war, die autodidaktischen Menschen und ihre Subkulturen in der Bürgerschaft zu mobilisieren, , wenn es denn welche gab! Wenn es keine gab, wollte ich einen dokumentierten autokratischen Prozess dokumentieren.

Insofern war der "offene Brief" für autokratischen Subkulturen eine Provokation, die ihr Verhalten beeinflusst.

Die zweite Angreiferin, die die Menschen in der "Bürgerschafts-Kolonie ausmachten, war die Hundelobby, die sehr aktiv waren.

Auch die klassische Methode der Autokraten, Zwietracht zwischen den verbündeten Angreifern zu säen scheiterte, weil wir die Methode kannten. Deswegen verpuffte sie auf unserer Seite kläglich.

leinenlos war inzwischen hier und dort im Fernsehen und wurde in der Presse zitiert.

Gut, dass war aber nicht das Ziel von leinenlos, das wollte ich der Hundelobby überlassen, damit die sich als feste Hamburger Institution etablieren konnten.

Mein Ziel war, herauszufinden, ob die Menschen in der Hamburger Bürgerschaft überwiegend autokratische oder autodidaktische Subkulturen vorherrschen.

Dazu brauchte ich dringend Dokumentationen der Reaktionen der Bürgerschaft auf die Studie "Beißattacke"!

Mir kam das Hamburger Abendblatt zu Hilfe. Ich wurde zur "Senatorensprechstunde" eingeladen, die gemeinsam von Hamburg1 und dem Abendblatt produziert und gesendet wird.

Ich durfte Senator Dräger, der für die Hundegesetzgebung verantwortlich ist, in der Sendung zwei Fragen stellen:

Auch er bestätigte den Eingang der Beißattacke bei seiner Behörde und beantwortete meine Fragen nicht. Aber wir haben die Aufzeichnung dieser TV-Sendung von dem was er gesagt hat.
Ich habe auch nicht erwartet, dass er auf meine Fragen antwortet. Autokraten können keine Fragen wirklich beantworten. Sie sagen irgendetwas, was sie tonbandartig abspulen, als wären sie programmierte Roboter. Diese Art der Interaktion zwischen Senator Dräger und mir war wichtig und der Art der Kommunikation zwischen einem Autokraten und einem Autodidakten! Die Aufnahme war im Sack!

Von allen drei Parteien bekam ich es denn auch noch schriftlich, dass alle Menschen in der Bürgerschaft sich einig sind, dass sie ihre ganz persönliche autokratische Meinung über Hunde, entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnis und der gängigen Rechtssprechung, mit vorsätzlichem Verstoß gegen das Bundestierschutzgesetz, was allen Hundehaltern die artgerechte Haltung vorschreibt, und mit vorsätzlichem Verstoß gegen das Grundgesetz, was jedem Menschen auch hier in Hamburg persönliche Freiheitsrechte garantiert und auch die Achtung der Menschenwürde schützt.

Die Menschen in der Bürgerschaftskolonie haben auf den Informationszufluss durch die Studie "Beißattacke" und auf die permanenten "Offenen Briefe" nach systemischen Kriterien beurteilt, als autokratisches System auf diesen Informationszufluss zur Hundegesetzgebung reagiert.

Die auch von der Öffentlichkeit bemerkte seltsame Geschlossenheit aller Parteien ist für mich nicht seltsam, weil sie das vorhersehbare und absolut typische Ergebnis einer autokratischen gesinnten Gruppe von Menschen ist!

Parallel dazu dokumentierte die BILD diese Geschlossenheit mit einem Zeitungsartikel, in dem deutlich aufgezeigt wurde, dass alle gesellschaftlich relevanten Gruppen gegen das neue Hundegesetz stimmen, aber die Politiker aller Parteien nochmals ihre Absicht bekräftigten, das Gesetz zu realisieren.

Ich meiner systemische Brille betrachtet kann man seine undemokratische Grundhaltung nicht besser ausdrücken und besser kann der undemokratische Prozess nicht dokumentiert werden, der zum Hundegesetz 2006 geführt hat.

Dieses amtliche Endergebnis der "Operation Beißattacke" hatte ich weder erhofft, noch gewollt und ich habe mich auch überhaupt nicht darüber gefreut, wie die Bürgerschaft auf die Menschen in der Gesellschaft, die sie führen, reagiert haben:

Die Menschen in dieser Gesellschaft werden von den Menschen dieser Bürgerschaft als Feinde und Gegner angesehen und geschlossen von allen Mitgliedern aller Parteien bekämpft und besiegt, denn ihre persönliche autokratische Auffassung vom Leben in der Gesellschaft ist jetzt Gesetz.

Mir war klar, dass nun natürlich in den nächsten Jahren der Gang vor die Gerichte erfolgen wird, um möglichst auch dieses Hundegesetz 2006 für "null und nichtig" erklären zu lassen.

Allein diese Missachtung unseres Rechtsstaats, viele Regelungen der Hundeverordnung 2000, die schon vom Oberverwaltungsgericht in Hamburg für "null und nichtig" erklärt worden war, in das neue Hundegesetz 2006 zu integrieren, ist typisch autokratisch. Sie erkennen nur sich selbst als Recht und Gesetz. Autokraten sind das Gesetz.

Der Rechtsweg ist eine Möglichkeit Unrecht und Unwissen, welches von autokratischen Menschen zu Recht und Wissen erklärt wird, wieder aus der Welt zu schaffen und dorthin zu bewegen, wo es hingehört: In den Papierkorb!

Jedoch....

... die Kampfhund-Historie hat mich gelehrt, dass bis zu Gerichtsentscheidungen den "Bürgern mit Hund" das Gassigehen zur Hölle gemacht wird und die Autokraten alles daran setzen werden, dass auch die großen Hunde aus der Stadt verbannt werden.

Ich weiß, dass Autokraten die Zeit bis zu den Gerichtsentscheidungen zum Hundegesetz 2006 nutzen werden,
um skrupellos irreparable Schäden in der "Bürger / Hundewelt" in Hamburg herbeizuführen.

Ich hatte mir vor dem Versand der Studie "Beißattacke" an die Hamburger Bürgerschaft überlegt, was ich tun würde, wenn der schlimmste Fall eintreten wird, nämlich der, das autodidaktische Subkulturen in der Hundefrage keine Kraft und Stärke haben.

Was machst du bei einem Wasserrohrbruch in deiner Wohnung?

Fängst du an und versuchst das Wasser aufzuwischen?

Wohl kaum! Oder etwa doch?

Zuerst drehst du doch wohl den Hauptwasserhahn zu und dann wischst du das Wasser auf!

Wenn du nicht die Quelle des Übels beseitigst, würdest du ja dein ganzes Leben lang nur mit der Übelbeseitigung beschäftigt sein! Willst du das?

Ich jedenfalls hatte keine Lust in Zukunft zum Profi-Kläger zu werden und immer nur gegen Hundeverordnungen und Hundegesetze zu klagen und ich kann mir vorstellen, dass den Staatsanwälten und Richtern dieser Republik diese ganze Hundekacke, die die Politiker veranstalten auch zum Halse raushängt. Der Hund ist schließlich aus Sicht unseres Landes kein Problem! Da gibt es gewichtigere Themen, denen man Zeit widmen sollte. Eins davon ist für mich das Riesenproblem der Autokraten!

Aus meiner tiefen Kenntnis autokratischer Systeme in Theorie und Praxis muss man mit diesen Systemen genauso umgehen wie bei einem Wasserrohrbruch in der Wohnung.

Erstmal müssen wir Autokraten aus den wichtigen Positionen der Gesellschaft zum Aufhören zu überreden und danach können wir ihre Schäden beseitigen!

Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte ich die Kernidee der "Operation Beißattacke".

Wenn mein systemischer Verdacht auf autokratische Subkulturen in der Hamburger Bürgerschaft sich bestätigen sollte, werden diese Subkulturen auf meinen Informationsinput systemisch autokratisch reagieren. Das wollte ich so dokumentieren, dass es Dritte beurteilen können, ob solche Prozesse, wie bei der Hundegesetzgebung 2006 in einer demokratischen Kultur erlaubt sind.

Mein systemischer Standpunkt und das systemische Ergebnis braucht überhaupt nicht im Einklang mit unserer Rechtssprechung zu stehen, die solche Prozesse, wie die bei der Hundegesetzgebung möglicherweise als demokratisch legitim beurteilen müssen.

Legitim vielleicht, weil wir Gesetzeslücken haben oder, weil meine systemische Sicht nicht überzeugend ist oder, weil sie vielleicht für manche nicht nachvollziehbar ist oder, weil juristische Autokraten diesen Prozess der Bürgerschaft vielleicht sogar für wünschenswert halten und mehr davon haben wollen oder, weil....

Da ich das alles nicht weiß, und ich es aber wissen möchte, werde ich mir dieses Wissen beschaffen wollen. Als Autodidakt bin ich schließlich Erfolgs- und Misserfolgsprofi! Das Leben ist so schrecklich unberechenbar.

Mit der Beißattacke 2006 geht es dann im nächsten Band weiter.

Sie dokumentiert die gesellschaftlichen Prozesse nach Beschluss des Hundegesetzes im Januar 2006.